SIX erleichtert Einhaltung des Automatischen Informationsaustausches

Ein neuer Service vereinfacht die Erfüllung von Compliance-Vorgaben dank audit-fertigen Inhalten

Die OECD-Mitglieder einigten sich 2014 auf den Automatischen Informationsaustausch (AIA). Er dient der Bekämpfung von Steuerhinterziehung und betrifft Kunden, die Konten ausserhalb ihres Steuersitzes unterhalten. Nationale Steuerbehörden rund um den Globus sind verpflichtet, Steuerdaten von Einzelpersonen im Rahmen eines standardisierten Prozesses – dem Common Reporting Standard (CRS) – auszutauschen. Seit Januar 2017 müssen sämtliche Finanzinstitute in der Schweiz steuerrelevante Kundendaten sammeln, damit sie diese ab Juni 2018 der Eidgenössischen Steuerverwaltung melden können. Die Finanzindustrie arbeitet mit Hochdruck daran, die komplexen Anforderungen dieser Richtlinie zu erfüllen. Heute hat SIX den neuen CRS/AIA-Service lanciert, der Finanzinstitute dabei unterstützt, die immensen Herausforderungen des AIA effizient zu bewältigen. Der CRS/AIA-Service stellt Datenklassifikationen für eine korrekte Erfassung von Finanzinformationen zum Reporting an die Steuerbehörden bereit, sodass die Banken die Daten am Jahresende einfach aufbereiten und ihre Berichterstattung standardisieren können.

Der Common Reporting Standard für den AIA lässt den einzelnen Staaten gewisse Freiheiten in der Umsetzung. Im Gegensatz zu anderen Ländern weisen die AIA-Regeln in der Schweiz einen höheren Detaillierungsgrad auf bezüglich der Finanzinformationen, die für Kundenkonten zu melden sind. Als Kernanbieter von Infrastruktur- und Datendienstleistungen für die Finanzindustrie in der Schweiz war SIX neben Vertretern von Banken und Aufsichtsbehörden Mitglied der Arbeitsgruppe, welche den für die Schweiz geltenden Standard für den Automatischen Informationsaustausch festlegte. Die AIA-Richtlinie nimmt auch explizit Bezug auf SIX als Branchenstandard für die Wechselkursbestimmung und anerkannten Anbieter für Finanzinformationen für den CRS. Der von SIX Financial Information entwickelte CRS/AIA-Service erfüllt die spezifischen Klassifikationskriterien der Eidgenössischen Steuerverwaltung sowie die im Rahmen des globalen CRS definierten Kriterien, welche für die kontospezifischen Angaben gelten.

Der CRS/AIA-Service ermöglicht es den Finanzinstituten, die gemäss CRS steuermeldepflichtigen Kundeneinkommen zu identifizieren, indem relevante Corporate Actions angezeigt werden. Dadurch werden die Finanzorganisationen von der ressourcenintensiven Datenbereinigung und gewissen jährlichen Berichterstattungsaufwendungen entlastet. Der CRS/AIA-Service von SIX ist ab heute verfügbar. Daten können rückwirkend ab dem 1. Januar 2017 aufbereitet werden.

Länder der ersten Welle, darunter Deutschland, Frankreich und Grossbritannien, werden erstmals 2017 Informationen untereinander austauschen. Weitere 47 Länder werden in einer zweiten Welle ab 2018 mit dem Informationsaustausch beginnen, darunter die Schweiz, Australien und Kanada.

«Der CRS erfordert von den Finanzinstituten detaillierte Kenntnisse der Finanzinstrumente und -transaktionen, welche eine Meldepflicht auslösen. Unser neuer Service vereinfacht die Einführung der Compliance-Prozesse für unsere Kunden. Zugleich zeigt er exemplarisch, wie wir unsere Expertise auf dem Gebiet von Corporate Actions und regulatorischen Daten für die Entwicklung innovativer Lösungen für die komplexen Herausforderungen der Finanzindustrie nutzen», sagt Robert Jeanbart, Division CEO SIX Financial Information. «Wir sind stolz darauf, dass SIX in der Richtlinie genannt wird. Es unterstreicht unsere Rolle als wichtiger Partner für die Finanzindustrie. Mit dem neuen Service verfügen die Unternehmen über eine einzige Datenquelle für vollständige, zuverlässige und auditfähige Steuerinformationen, sodass sie sich voll und ganz auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können.»


 

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